Erpel vs. Mützenmann
Der schon wieder heult mein Hirn und ich wünschte einmal mehr, die Teleportation wär schon erfunden. Da schlender ich gerade noch entspannt und nichts Böses ahnend dem gemütlichen Feierabend-Gelümmel auf Balkonien entgegen, da kommt er auch schon angelatscht und grinst mir gewohnt blöde entgegen. Rote Hose, blaues Hemd und auf dem Haupt ne Mütze mit seinem Namen drauf, kurzum ein Kloppi wie er im Buche steht.
Seit 5 Minuten steht er nun da und erzählt irgendwas und an seiner Mimik ist zu erkennen, dass er mal wieder unzufrieden ist. Nicht mit sich selbst natürlich, also bitte! Fremd-fehlersuche ist sein Terrain - da bleibt nun wirklich keine Zeit für schnöde Selbstkritik.
Einst dachte ich noch, es wäre ihm mit konventionellen Mitteln beizukommen. Allerdings: kein garstiger Gesichtsausdruck vermochte ihn hinfortzutreiben - eine Tatsache, die mich wirklich sehr überrascht, hab ich doch grad neulich vorm Spiegel mal getestet, wie es aussieht, wenn mir der Unmut aus dem Gesicht springt. Also ich würde rennen...
Auch mein vor 5 Monaten hingefauchter Klartext hat ihn bisher nicht daran gehindert, mich weiter mit seinen schwachsinnigen Ausführungen zu penetrieren. Da bleibt nur eins: Rückzug in "my happy place" - Kopfkino als Verteidigungsstrategie sozusagen.
Daher weiß ich auch immernoch nicht, was er nun eigentlich von mir wollte und werte das als persönlichen Triumph. Meist quält mich seine Quieke-Stimme nämlich so dermaßen, dass ich aus meiner schönen Gedankenblase immer wieder rausplumpse. Heute jedoch habe ich im Kopf 325 mal das Wort Anatidaephobie wiederholt, um die Gesprächsdauer sinnvoll zu nutzen.
Kann man ja mal machen. Dann muss man auch nicht der imaginären Sanduhr dabei zuzusehen, wie die wertvolle Lebenszeit leise und sinnlos dahinrieselt. Fremdwörter eignen sich hierfür im Übrigen ganz hervorragend, man kommt bei genügend Kenntnis nämlich rasch zu dem Ergebnis, dass gar zu viele Menschen nur allzu gern Worte gebrauchen, deren Bedeutung ihnen allenfalls verschwommen bekannt ist. Da dann scheinbar unwissend mal nachzufragen, scheint zunächst boshaft, dient jedoch allein dem Wissenszuwachs der Bevölkerung. Insofern sehe ich mich hier eher als Informations-Boten denn als fiesen Besser-wisser-Garstling. Ich frage ja nur mal nach.
Die Anatidaephobie nun also, bezeichnet die Angst davor, von einer Ente beobachtet zu werden.
Aha. ey na das kann ich aber auch denk ich mir noch, erfinde spontan ein paar Phobien, die meinem Gegenüber gerecht werden könnten und schwupps bin ich auch schon auf dem Weg nach Hause. Zwischen Enten und sinnlos-Monolog ist es mir nämlich noch gelungen, ein "oh, muss los, Bus kommt" einzuwerfen und spontan die Flucht zu ergreifen. Und während ich mich noch diebisch drüber freue, nicht ein kleines Krümelchen Sinnlos-Information von ihm aufgenommen zu haben, sitz ich auch schon zwischen meinen Blümchen in der Sonne und überlege mir, ob wir nun wirklich das Ergebnis langer evolutionärer Spezialisierungsprozesse sind oder doch nur evolutionäre Eintagsfliegen?
Seit 5 Minuten steht er nun da und erzählt irgendwas und an seiner Mimik ist zu erkennen, dass er mal wieder unzufrieden ist. Nicht mit sich selbst natürlich, also bitte! Fremd-fehlersuche ist sein Terrain - da bleibt nun wirklich keine Zeit für schnöde Selbstkritik.
Einst dachte ich noch, es wäre ihm mit konventionellen Mitteln beizukommen. Allerdings: kein garstiger Gesichtsausdruck vermochte ihn hinfortzutreiben - eine Tatsache, die mich wirklich sehr überrascht, hab ich doch grad neulich vorm Spiegel mal getestet, wie es aussieht, wenn mir der Unmut aus dem Gesicht springt. Also ich würde rennen...
Auch mein vor 5 Monaten hingefauchter Klartext hat ihn bisher nicht daran gehindert, mich weiter mit seinen schwachsinnigen Ausführungen zu penetrieren. Da bleibt nur eins: Rückzug in "my happy place" - Kopfkino als Verteidigungsstrategie sozusagen.
Daher weiß ich auch immernoch nicht, was er nun eigentlich von mir wollte und werte das als persönlichen Triumph. Meist quält mich seine Quieke-Stimme nämlich so dermaßen, dass ich aus meiner schönen Gedankenblase immer wieder rausplumpse. Heute jedoch habe ich im Kopf 325 mal das Wort Anatidaephobie wiederholt, um die Gesprächsdauer sinnvoll zu nutzen.
Kann man ja mal machen. Dann muss man auch nicht der imaginären Sanduhr dabei zuzusehen, wie die wertvolle Lebenszeit leise und sinnlos dahinrieselt. Fremdwörter eignen sich hierfür im Übrigen ganz hervorragend, man kommt bei genügend Kenntnis nämlich rasch zu dem Ergebnis, dass gar zu viele Menschen nur allzu gern Worte gebrauchen, deren Bedeutung ihnen allenfalls verschwommen bekannt ist. Da dann scheinbar unwissend mal nachzufragen, scheint zunächst boshaft, dient jedoch allein dem Wissenszuwachs der Bevölkerung. Insofern sehe ich mich hier eher als Informations-Boten denn als fiesen Besser-wisser-Garstling. Ich frage ja nur mal nach.
Die Anatidaephobie nun also, bezeichnet die Angst davor, von einer Ente beobachtet zu werden.
Aha. ey na das kann ich aber auch denk ich mir noch, erfinde spontan ein paar Phobien, die meinem Gegenüber gerecht werden könnten und schwupps bin ich auch schon auf dem Weg nach Hause. Zwischen Enten und sinnlos-Monolog ist es mir nämlich noch gelungen, ein "oh, muss los, Bus kommt" einzuwerfen und spontan die Flucht zu ergreifen. Und während ich mich noch diebisch drüber freue, nicht ein kleines Krümelchen Sinnlos-Information von ihm aufgenommen zu haben, sitz ich auch schon zwischen meinen Blümchen in der Sonne und überlege mir, ob wir nun wirklich das Ergebnis langer evolutionärer Spezialisierungsprozesse sind oder doch nur evolutionäre Eintagsfliegen?
bahati - 23. Aug, 11:04
