Sonntag, 27. September 2009

Im Land der Kichererbsen

Lachen ist gesund, sieht schön aus und macht vor allem eins: Spaß.
Das hat auch die Wissenschaft längst erkannt und so beschäftigt sich seit nunmehr 40 Jahren ein ganzer Forschungszweig mit erwähnter Thematik. Als Gelotologie wird er bezeichnet (von griech. gelos: Lachen) und nun freuen wir uns alle mal spontan ne Runde auf Knopfdruck, weil wir erneut ein Informatiönchen ins Wissensnetz gewebt haben. Drum müssen wir auch niemals nie so richtig schön blöd dastehen, weil da Menschen von Gelotologen sprechen und wir meinen, es ginge um Steineklopfer. "Das sind Geologen" hätte dann irgend so ein arroganter Arsch gerufen und wieder hätte man da blöde herumgestanden und sich blamiert bis auf die Knochen. Bis auf die Knochen sag ich Euch und spüre, wie mich grenzenlose Erleichterung zu einem frohlockend hüpfenden Feier-Tänzchen verführt, weil ich nun endlich weiß, daß Gelotologen die Spassvögel der Forschergemeinschaft sind. Kann man sich auch einfach merken: einfach ins Gelogen noch ein loto reinquetschen. Das steht zwar in keinem Zusammenhang zum Thema, trottet aber möglicherweise dennoch als Esel direkt über die Brücke ins Gehirn, um sichs dort im Gedächtnis gemütlich zu machen. Na, schaun mer mal.
Was haben sie denn nun aber Spektakuläres herausgefunden?
Zunächst mal das, was wir ohnehin schon wussten: Kinder lachen öfter. 400 mal am Tag, wenn man den Statistiken glauben darf. Dagegen erhellt läppische 20 mal ein Lachen das erwachsene Anlitz. Moooment....21!
hä hä - soviel zu Statistiken.
Erstaunlich fand ich jedoch die Tatsache, dass Babies schon mit 3 Monaten anfangen, bewusst zu lächeln und das auch, wenn sie taub oder blind geboren worden. Offensichtlich handelt es sich also um biologisch wichtige Prozesse, hat man sich da gedacht und munter weiter herumgeforscht. Und hat was beweisen können?
1. Wer Wissen munter verpackt erlernt, behälts nachweislich besser. Das liegt, so wird weiter ausgeführt, u.a. daran, dass sich beim Lachen der Herzschlag erhöht, dadurch mehr Sauerstoff das Hirn versorgt und die Leistungsfähigkeit schwuppdiwupp munter weiter die Leiter nach oben klettert.
2. Lachen ist ein Immunabwehr-verstärker sondersgleichen. Kaum losgekichert, produziert der Körper auch schon ein hübsches Zusatzsümmchen an Immunzellen und treibt die "natürlichen Killerzellen" nebenbei noch zu erhöhter Aktivität an, was total fantastisch ist, weils nämlich richtig fleißige Immunsystem-Helferlinge sind, diese flinken Bürschchen.
3. Senkts den Cortisol-Spiegel, was vor allem bei Dauerstreßgeplagten u.a. zu einer Schwächung der Immunabwehr führt. Na und das wollen wir ja nun nicht. Wenn ich auch noch anmerken möchte, dass das immer gar so verteufelte Cortisol nicht grundsätzlich ein böser kleiner Vernichtungswichtel ist - ganz im Gegenteil sogar. Aber wie so oft entscheidet eben auch hier die Dosierung über Therapie- oder Giftwirkung.
Kichern ist ne feine Sache und das macht mit den passenden Kasperköppen ganz besonders viel Laune. Dass man sich jedoch auch unverblümt ganz einfach selbst zum Kichern bringen kann, ist der entscheidene Erkenntniskrümel, den zu erhaschen es nun gilt:
Nach der sogenannten Facial-Feedback-Theorie kann die Veränderung der Gesichtsmuskulatur nämlich die dazu passende Emotion hervorrufen.
Und das würde bedeuten: wer immer grimmig guckt, ist muffelig, weil er so guckt und guckt nicht böse, weil er grad übellaunig ist.
Tja und wenn das wirklich stimmt, wär er ja endlich frei - der Weg zum glückseeligen Gänseblümchen. Dann hätte mans ja quasi in der Hand und wäre ein regelrechter Dummbatz, würde man seine Zeit damit verplempern, garstig in der Welt herumzustarren
Überprüfen lässt sich diese These übrigens mit einem äußerst einfach durchzuführenden Selbstversuch:
Man stelle sich vor einen Spiegel und grinse drauf los, was das Zeug hält. Is albern? Total beknackt und lächerlich? Jepp - das isses wohl - führt aber trotzdem oder gerade deshalb zum Gewünschten Ergebnis: einem Lachen - und das ist nicht nur gesund, schön und wärmstens für die Gesundheitsvorsorge zu empfehlen sondern auch noch richtig schön ansteckend und hat eine Inkubationszeit von 1 Sekunde - womit der Kreis ein weiteres mal geschlossen wurde.
Na dann...fröhliches Gegacker Euch da draußen

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