vivre libre ou mourir
"Geld allein macht nicht glücklich" lautet die Zauberformel mit der man sich über diverse finanzielle Engpässe hinwegzutrösten versucht. Natürlich bringen die Taler rein gar nichts, sitzt man in der Wüste und halluziniert gemächlich dem Verdurstungstod entgegen. Für alle anderen Situationen gilt jedoch: totaler Blödsinn. Auch eine Kartoffel allein macht nicht glücklich aber wenn so lecker Soße drumrum platziert ist, sieht das schon ganz anders aus.
Wie ist der Urheber dieser sprachlichen Unsinnigkeit denn auf diese famose Erkenntnis gestoßen? Hat er sich da in all den bunten Scheinchen rumgewälzt und fand das dann doch total öde? Zu viel Geld versaut möglicherweise den Charakter, das kann ich gerade noch einsehen. Genug Geld zu haben bedeutet aber einfach mal, sich ein gewisses Maß an Freiheit leisten zu können, so siehts nun eben mal aus.
Das lässt sich übrigens sehr schön überprüfen, indem man sich mal die heikle Frage stellt, wieviel von dem, was man so tut, man sich noch antun würde, hätte man einfach mal genug Zaster. Braucht mir doch keiner daherzukommen mit irgendwelchem "die inneren Werte zählen". Das stimmt schon, hat damit aber rein gar nichts zu tun. Wenn Geld so dermaßen unwichtig fürs eigene Wohlbefinden wäre, müssten die Armen der Welt ja jauchzend die Hände von sich werfen und den lieben langen Tag lang frohlockend durchs Gelände springen. Auch ein Hartz IV - Empfänger würde da mit seinen 3,25 Euro pro Tag für die "Güter des täglichen Bedarfs" mordsmäßig im Freudentaumel versinken.
"Was Gott vom Geld hält, sieht man an jenen, denen ers gegeben hat" hab ich neulich irgendwo gelesen und schon trällert mir wieder Dave Gahan "I don´t want to start any blasphemous rumours but I think that God has a sick sense of humor" ins Ohr.
Auch Dauer-Pleite-Leute trotten fröhlich durchs Leben aber nicht weil sie keinen Spielraum haben sondern es trotzdem genießen, das ist ein großer Unterschied. Wers immernoch nicht einsehen will, soll einfach mal mit 50 Euro in der Woche sein Leben bestreiten. Als besonderen Kick empfehle ich darüber hinaus, die ein oder andere Rechnung nicht zu bezahlen und bangend darauf warten, wie hoch wohl die Mahngebühren sein werden. So n bisschen Adrenalin muss schon sein, nicht wahr. Nach ungefähr 5 Monaten der abstinenten Lebensart möge dieser Jemand dann ein buntes Ausreden-bouquet hervorzaubern, auf Dauer zieht das mit dem "ach ne Du, bin grad knapp bei Kasse" nämlich nicht. Wer sich dann immer noch in grenzenloser Selbstlosigkeit von Urlaub, Möbel- und Klamottenkauf erzählen lässt und sich einfach nur für die anderen freut, vor dem ziehe ich den Hut und hülle mich in ewiges Schweigen. Allen anderen rate ich, sich gut zu überlegen, wem man mit derlei Sprüchen kommt. Wer wenig hat, kann eigentlich nur noch eins verlieren: seine Nerven. Man überlege sich also sehr genau, ob man derjenige sein möchte, der dies eine kleine Mal zu sehr an ihnen zerrt.
Wie ist der Urheber dieser sprachlichen Unsinnigkeit denn auf diese famose Erkenntnis gestoßen? Hat er sich da in all den bunten Scheinchen rumgewälzt und fand das dann doch total öde? Zu viel Geld versaut möglicherweise den Charakter, das kann ich gerade noch einsehen. Genug Geld zu haben bedeutet aber einfach mal, sich ein gewisses Maß an Freiheit leisten zu können, so siehts nun eben mal aus.
Das lässt sich übrigens sehr schön überprüfen, indem man sich mal die heikle Frage stellt, wieviel von dem, was man so tut, man sich noch antun würde, hätte man einfach mal genug Zaster. Braucht mir doch keiner daherzukommen mit irgendwelchem "die inneren Werte zählen". Das stimmt schon, hat damit aber rein gar nichts zu tun. Wenn Geld so dermaßen unwichtig fürs eigene Wohlbefinden wäre, müssten die Armen der Welt ja jauchzend die Hände von sich werfen und den lieben langen Tag lang frohlockend durchs Gelände springen. Auch ein Hartz IV - Empfänger würde da mit seinen 3,25 Euro pro Tag für die "Güter des täglichen Bedarfs" mordsmäßig im Freudentaumel versinken.
"Was Gott vom Geld hält, sieht man an jenen, denen ers gegeben hat" hab ich neulich irgendwo gelesen und schon trällert mir wieder Dave Gahan "I don´t want to start any blasphemous rumours but I think that God has a sick sense of humor" ins Ohr.
Auch Dauer-Pleite-Leute trotten fröhlich durchs Leben aber nicht weil sie keinen Spielraum haben sondern es trotzdem genießen, das ist ein großer Unterschied. Wers immernoch nicht einsehen will, soll einfach mal mit 50 Euro in der Woche sein Leben bestreiten. Als besonderen Kick empfehle ich darüber hinaus, die ein oder andere Rechnung nicht zu bezahlen und bangend darauf warten, wie hoch wohl die Mahngebühren sein werden. So n bisschen Adrenalin muss schon sein, nicht wahr. Nach ungefähr 5 Monaten der abstinenten Lebensart möge dieser Jemand dann ein buntes Ausreden-bouquet hervorzaubern, auf Dauer zieht das mit dem "ach ne Du, bin grad knapp bei Kasse" nämlich nicht. Wer sich dann immer noch in grenzenloser Selbstlosigkeit von Urlaub, Möbel- und Klamottenkauf erzählen lässt und sich einfach nur für die anderen freut, vor dem ziehe ich den Hut und hülle mich in ewiges Schweigen. Allen anderen rate ich, sich gut zu überlegen, wem man mit derlei Sprüchen kommt. Wer wenig hat, kann eigentlich nur noch eins verlieren: seine Nerven. Man überlege sich also sehr genau, ob man derjenige sein möchte, der dies eine kleine Mal zu sehr an ihnen zerrt.
bahati - 23. Nov, 10:11
