Wüstenhirn
Es gibt so Situationen, da kann ich einfach nicht anders, als meinen überschwenglichen Gefühlsbekundungen in Form physischer Kontaktaufnahme Ausdruck zu verleihen. Nun mag man das bewerten wie man möchte und gar heimlich denken was soll denn das mit dem Gedrücke hier ständig?, doch weiß ich ja von derlei Gedanken nichts und werde mich deshalb schnell wieder wegdrehen und so tun, als hätt ichs nicht gesehen. Ohnehin viel interessanter zu beäugen ist die Tatsache, dass bei weitem nicht jeder Gedrückte in der Lage zu sein scheint, den Grund dieser Annäherung richtig zu deuten.
Nicht immer ist eine Umarmung Ausdruck einer wohlwollenden Bestätigung. Manchmal bemächtigt sich meiner auch einfach nur ein derart großes Mitleid mit dem armen kleinen Dummerle da vor mir, dass ich mit dieser Sympathiebekundung nur die Tatsache auszugleichen versuche, dass dieser Jemand zu einem Leben in grenzenloser Idiotie verdammt ist. Nichts aus dem stupide daherplappernden Mäulchen wird jemals auch nur irgendjemanden interessieren können, der sich über die 3. Klasse hinaus an komplexen Denkinhalten versucht hat.
Tja und das tut mir dann eben irgendwie leid. Ich sitz dann da, höre zu und suche verzweifelt nach einem Sinn, nur um bei einem Blick in die Augen vor allem eins zu entdecken: gähnende Leere. Da ists wie in diesen staubigen Wüstenlandschaften, wo höchstens mal ein vertrocknetes Zweigknäuel durchs Bild huscht. Schon doof, wenn die neuronale Landschaft sich derart sandig gestaltet. Da wirds auch wenig nutzen, irgendwelche Früchte der Erkenntnis hinzuwerfen, denn auch das sturste Pflänzlein benötigt ein Mindestmaß an Nährstoffen und die sind rar gekrümelt im Sande, darum ist die Wüste auch nicht schön bunt und gün sondern einheitlich in beige gehalten. Ist man nun in der prekären Lage, einem solchen Jemand aus einem Grund X irgendetwas erklären zu müssen, wird es regelrecht anstrengend. Kaum kommt einem eine dieser sinnfreien Fragen entgegengestolpert, drängt sich sogleich die nächste auf: Wo beginnen?
Besonders lästig wirds, hat dieser Jemand noch ein garstiges Gemüt. Schlagfertig möchte man dem Dümmling etwas Knackiges entgegenrufen und zwar hurtig und ohne zu viel Text.
Gelingt mir nur sporadisch, leider. Bevor nun aber die Verärgerung darüber beginnt, an mir herumzukauen, werf ich ihr mal schnell ein strunkeliges Spargelstückchen hin, auf das sie daran nach Herzenslust nagen möge.
Letzendlich ist es doch so: "die schönste Art, seinen Feinden die Zähne zu zeigen, ist zu lächeln." Nun betrachte ich lästige Mitmenschen nicht grundsätzlich als Feinde, finde jedoch den Hinweis auf den Humor in der Sache äußerst sympathisch und erinnere mich sogleich an ein anderes Stückchen Schmunzeltext, das zu vermerken mir absolut passend scheint, weils doch das Geschichtchen so herrlich schön beenden kann. Statt sich in sinnlosen Gesprächen mit der personifizierten Schwachsinnigkeit zu verlieren, in deren Verlauf man von Dingen erfahren wird, deren Verdrängung sich im Nachhinein als äußerst schwierig erweist, kann man auch einfach geschwind davoneilen. Ein kleiner Schmunzler huscht da schnell übers eigene Anlitz. Resümiert man später den erhebenden Moment präsentiert sich auch sogleich ein kleines Triümpflein, über das man sich von nun an freuen darf. Jedenfalls, wenn mans so gemacht hat:
"Ich lächelte [...] aber auf eine Weise, deren komplexe Natur er unmöglich zu deuten in der Lage war" (Max Goldt, QQ)
P.S. Nun da der Geist wieder frei und frohlockend der nächsten Serie Extrem-blödelings entgegenstolpert (garniert mit dem ein oder anderen zeigefingerfuchtelnden Hinweis auf diverse mich zur Weißglut treibende Missstände, versteht sich), will ich mich keinesfalls dazu verleiten lassen, im Modder der Betrübnis vergangener Tage zu buddeln. Allein ein Blick zurück soll hier gestattet sein und dieser stimmt mich ebenso froh wie dankbar. Die rührenden und aufmunternden Reaktionen der letzten Wochen haben mir wirklich sehr geholfen. Sie waren genau das Quäntchen Licht, das ich dringend brauchte und so möchte ich Euch herzlich die Hände schütteln und - mich dabei spontan verneigend - jedem Einzelnen von Euch gern eines noch sagen: Danke für den Schirm :)
Nicht immer ist eine Umarmung Ausdruck einer wohlwollenden Bestätigung. Manchmal bemächtigt sich meiner auch einfach nur ein derart großes Mitleid mit dem armen kleinen Dummerle da vor mir, dass ich mit dieser Sympathiebekundung nur die Tatsache auszugleichen versuche, dass dieser Jemand zu einem Leben in grenzenloser Idiotie verdammt ist. Nichts aus dem stupide daherplappernden Mäulchen wird jemals auch nur irgendjemanden interessieren können, der sich über die 3. Klasse hinaus an komplexen Denkinhalten versucht hat.
Tja und das tut mir dann eben irgendwie leid. Ich sitz dann da, höre zu und suche verzweifelt nach einem Sinn, nur um bei einem Blick in die Augen vor allem eins zu entdecken: gähnende Leere. Da ists wie in diesen staubigen Wüstenlandschaften, wo höchstens mal ein vertrocknetes Zweigknäuel durchs Bild huscht. Schon doof, wenn die neuronale Landschaft sich derart sandig gestaltet. Da wirds auch wenig nutzen, irgendwelche Früchte der Erkenntnis hinzuwerfen, denn auch das sturste Pflänzlein benötigt ein Mindestmaß an Nährstoffen und die sind rar gekrümelt im Sande, darum ist die Wüste auch nicht schön bunt und gün sondern einheitlich in beige gehalten. Ist man nun in der prekären Lage, einem solchen Jemand aus einem Grund X irgendetwas erklären zu müssen, wird es regelrecht anstrengend. Kaum kommt einem eine dieser sinnfreien Fragen entgegengestolpert, drängt sich sogleich die nächste auf: Wo beginnen?
Besonders lästig wirds, hat dieser Jemand noch ein garstiges Gemüt. Schlagfertig möchte man dem Dümmling etwas Knackiges entgegenrufen und zwar hurtig und ohne zu viel Text.
Gelingt mir nur sporadisch, leider. Bevor nun aber die Verärgerung darüber beginnt, an mir herumzukauen, werf ich ihr mal schnell ein strunkeliges Spargelstückchen hin, auf das sie daran nach Herzenslust nagen möge.
Letzendlich ist es doch so: "die schönste Art, seinen Feinden die Zähne zu zeigen, ist zu lächeln." Nun betrachte ich lästige Mitmenschen nicht grundsätzlich als Feinde, finde jedoch den Hinweis auf den Humor in der Sache äußerst sympathisch und erinnere mich sogleich an ein anderes Stückchen Schmunzeltext, das zu vermerken mir absolut passend scheint, weils doch das Geschichtchen so herrlich schön beenden kann. Statt sich in sinnlosen Gesprächen mit der personifizierten Schwachsinnigkeit zu verlieren, in deren Verlauf man von Dingen erfahren wird, deren Verdrängung sich im Nachhinein als äußerst schwierig erweist, kann man auch einfach geschwind davoneilen. Ein kleiner Schmunzler huscht da schnell übers eigene Anlitz. Resümiert man später den erhebenden Moment präsentiert sich auch sogleich ein kleines Triümpflein, über das man sich von nun an freuen darf. Jedenfalls, wenn mans so gemacht hat:
"Ich lächelte [...] aber auf eine Weise, deren komplexe Natur er unmöglich zu deuten in der Lage war" (Max Goldt, QQ)
P.S. Nun da der Geist wieder frei und frohlockend der nächsten Serie Extrem-blödelings entgegenstolpert (garniert mit dem ein oder anderen zeigefingerfuchtelnden Hinweis auf diverse mich zur Weißglut treibende Missstände, versteht sich), will ich mich keinesfalls dazu verleiten lassen, im Modder der Betrübnis vergangener Tage zu buddeln. Allein ein Blick zurück soll hier gestattet sein und dieser stimmt mich ebenso froh wie dankbar. Die rührenden und aufmunternden Reaktionen der letzten Wochen haben mir wirklich sehr geholfen. Sie waren genau das Quäntchen Licht, das ich dringend brauchte und so möchte ich Euch herzlich die Hände schütteln und - mich dabei spontan verneigend - jedem Einzelnen von Euch gern eines noch sagen: Danke für den Schirm :)
bahati - 18. Nov, 20:00
