Donnerstag, 26. November 2009

Mut ist, wenn mans trotzdem macht

Der Himmel strahlt, die Sonne sticht, dass jedermann zusammenbricht, mit einem Wort es ist ein schöner Tag...
So trällerten einst die Brieftauben und summen es seit heut morgen in Endlos-Schleife in meinem Kopf herum. Grund dieser heiteren Gemütsstimmung ist eine Erkenntnis, die mich gestern spät abends in der einsam dahintuckernden U-Bahn erreicht hat. Auf dem Flimmerschirm, der den fahrenden Gast in der Regel mit Werbung und sonstigen lebenswichtigen Informationen versorgt, stand plötzlich jener Satz geschrieben:
"Die Freiheit muss man sich nehmen. Sie wird einem nicht gegeben."
Na wenn das so ist... hat sich da offenbar mein Unterbewusstsein heut nacht gedacht und sogleich begonnen, allen "abers" die kalte Schulter so lange zu zeigen, bis sie jämmerlich erfroren sind. Kaum erwacht, hab ich mich darum nun dazu entschlossen, einem äußerst lästigen, mich zunehmend erzürnenden Teil meines Lebens den finalen Kick zu verpassen. Für die nun folgenden Konsequenzen hab ich zwar weder eine Lösung noch einen Plan B aber einen Helm, der nun bunt angemalt auf meinem Haupt sitzt, um die ersten Niederschläge abzuhalten.
"Kommt Zeit, kommt Haar" so sprach einst meine Freundin, als ich von einem dieser Friseurtermine zurückkehrte, die man sich besser verkneift. Tja und mit viel Glück kommt der Rat dann auch noch vorbei und hat den Zufall im Gepäck, der vielleicht just in diesem Augenblick totale Lust hat, mir ein Bonbon der besonderen Art zu präsentieren. Bis dahin knabbere ich halt einfach weiter an meinen Cookies rum und warte in friedlicher Ruhe, auf alles, was nun kommen mag.

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